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Archive for the ‘Propaganda’ Category

Sondertraining für Stefan Kutschke in Ingolstadt

Juni 11, 2017 1 Kommentar

Sehr geehrter Herr Kutschke,

nachdem Sie in den vergangenen Jahren in der zweiten Liga Tore am Fließband geschossen haben, konnten Sie nun endlich einen ihrem Format angemessenen Verein finden. Jahrelang mussten Sie sich von einem Provinzclub zum nächsten hangeln, nirgendwo fanden Sie ihr sportliches Glück. Das ändert sich jetzt beim leidenschaftlichen FC Ingolstadt mit ganz großer sportlicher Perspektive.

So, wie Sie als Urdresdner schon als Kind im K-Block gestanden haben, fahren Sie ja auch schon seit Jahren Audi, sind also mit dem Herzen quasi Ingolstädter. Das taugt zur Identifikationsfigur.

Bevor die Saison los geht – in der Sie mit ihrem neuen Verein übrigens hinter Dynamo über die Ziellinie gehen werden – wurde für Sie ein detaillierter Trainingsplan aufgestellt. Mit diesen Tipps, Tricks und Kniffen klappt es auch ganz schnell mit ihrem neuen „ersten Ansprechpartner“ und Herzblutverein:

  • Beim Brustklopfen künftig auf dieses Wappen zeigen:

 

 

 

 

 

  • Bei jedem fünften Tor leidenschaftlich dieses Wappen küssen:

 

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  • Bei Toren nicht den K-Block suchen, sondern sich der Südtribüne zuwenden.
  • Ab sofort sind diese Kulisse und die Schanzer-Fans etwas ganz besonderes.
  • Wenn es mal plötzlich richtig laut im Audi-Sportpark wird, dann ist Dynamo zu Gast.
  • Vor Spielen gegen Dynamo werden Sie in jedes hingehaltene Mikrophon sagen, wie toll Ihre Zeit in Dresden war, dass der Verein immer etwas besonderes für Sie bleiben wird und selbstverständlich werden Sie aus lauter Respekt Tore gegen die SGD nicht bejubeln.

PS: Aus Dankbarkeit für die Dienste, die sie für die SGD geleistet haben und die zahlreichen Liebeserklärungen werden Sie übrigens zu Dynamos Europapokalfinale 2021 eingeladen. 

Reklame: Jede Menge tolle Dynamotexte gibt es in diesem Buch:

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Dynamofans lösen Nato-Bündnisfall aus

Nachdem in der Nacht zum Montag der Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen in seltener Einstimmigkeit die Kriegserklärung der Dynamofans an den DFB und damit an sämtliche friedliebenden Menschen der Welt in einer Resolution verurteilt hat, folgten bereits am Montag Früh die nächsten entschlossenen Schritte der internationalen Staatengemeinschaft. Um den Vormarsch der Fußball Wehrmacht, Football Army Dynamo Dresden zu stoppen, müsse jetzt Einigkeit demonstriert werden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Eine Kriegserklärung auf die staatstragende Säule eines der Nato-Mitgliedsstaaten löse automatisch den Bündnisfall aus, hieß es in einer Erklärung aus Brüssel. Die Armeen der Mitgliedsstaaten wurden unverzüglich in Alarmbereitschaft versetzt. Der Vermittlungsversuch eines ehemaligen hochrangigen Hooligans aus Sachsen scheiterte. Sein Appell an das Mitleid: „Vor einigen Jahren gab es Krieg, wo Dynamo hinkam, jetzt packen sie grad noch so eine Erklärung“, wurde von der DFB-geführten Koalition als inakzeptabel zurückgewiesen. Immerhin hätten sich die Dynamohorden diesmal sogar verkleidet und damit die Eskalationstufe auf ein ganz neues Niveau gehievt. Die von den USA ins Spiel gebrachten Sanktionen wurden als wirkungslos eingestuft und verworfen, weil die Einwohner der betroffenen Regionen ohnehin schon nüscht hätten.

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Das Fanhaus von Dynamo wurde als eine der ersten Einrichtungen von Nato-Truppen gesichert. Bild: Montage Wikimedia

Nur wenige Stunden nach dem Scheitern der Gespräche sicherten Special Forces des britischen SAS die DFB Zentrale in Frankfurt. Erste Funktionärsflüchtlinge hätten dort versorgt und in sichere Regionen rund um Leipzig evakuiert werden können.

Am frühen Nachmittag besetzen Streitkräfte aus Polen, Tschechien, Ungarn und Italien im Handstreich das Fanhaus von Dynamo Dresden, Ackis, das Dynamostadion sowie die Geschäftsstelle des Vereins. Da ein Großteil des getarnten Gegners ohnehin noch seinen Rausch ausschlief, fiel die Gegenwehr erwartet gering aus. Über Südbrandenburg, Ostsachsen, den Raum von Niedersedlitz bis Pirna, Freital und Dresden-West wurden  Ausgangssperre und Tarnfarbenverbot verhängt.

Künftig sollen Blauhelmsoldaten über die Einhaltung des fragilen Friedens bei Dynamospielen wachen.

Und wie es aus dem Nato-Hauptquatier weiterhin hieß, seien bereits Hilfskonvois in die befreiten Gebiete im Großraum Dresden unterwegs, um für die gefangenen Mitglieder der Football Army eine Grundversorgung an Benimmregeln, gutem Geschmack, Angepasstheit und Kreativität sicherzustellen.

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Ganz Leipzig im Champions-League-Rausch, und keiner merkt es

Na also, RB Leipzig, da nahm die Saison, die in Dresden so scheiße begonnen hat, noch ein versöhnliches Ende. Hat die sympathische Mannschaft, getragen von ihren fantastischen Fans, geschafft, womit niemand jemals gerechnet hätte. Das Allerheiligste des Fußballweltkosmos wurde auf schnellstkäuflichen Wege nach Sachsen geholt. Die Hymne der Dauerwerbesendung Champions League erschallt künftig auch über den sanften Hügeln und klaren Seen von Leipzig. Jetzt hat der Osten nicht mehr nur poplige Bundesliga, sondern den wirklich echten Fußball.

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Dieses Foto vom Trainingszentrum am Cottaweg zeigt natürlich nicht die Ankunft der Mannschaft, sondern nur in etwa die Menschenmenge, die vor Ort war (Archivbild).

So verwundert es nicht, dass die so begeisterungsfähigen Leipziger Fans der Mannschaft einen gigantischen Empfang bei der Rückkehr des Mannschaftsbusses aus Berlin bereiteten. Jahrzehnte mussten sie auf europäischen Spitzenfußball verzichten und fieberten nun schon seit acht Jahren diesem Moment entgegen. Dementsprechend wurden auch die rasenballspielenden Europapokalhelden in der Heldenstadt gebührend gefeiert.

Leider wurden von der Megaparty – vermutlich von ewig gestrigen RB-Leipzig-Hassern – sämtliche Videos aus dem Netz gelöscht. Doch diese Chaoten hatten nicht mit der Bild gerechnet. Die tickerte nämlich live von der Ankunft des Busses:

„0.40 Uhr: Der Aufsteiger rollt auf den Hof des Trainingszentrums am Cottaweg in Sichtweite der Red Bull Arena. Großer Bahnhof aber Fehlanzeige. Ein Auto mit drei Fans hupt kurz beim Vorbeifahren.“

PS: Aus rein populistischen Gründen und purer, arroganter Schadenfreude über die kleinen nicht käuflichen Dinge dieser Welt drei Empfänge zum Vergleich:

Der Empfang von Dynamo Dresden nach dem Aufstieg in die 2. Liga 2011

Der Empfang von Erzgebirge Aue nach dem Aufstieg in die 2. Liga 2016

Der Empfang für den CFC wegen Nichts, einfach mal so. 

REKLAME:

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Empörungsmitteilung an die geschmacklosen St. Pauli-Fans

Februar 13, 2017 6 Kommentare

Liebe Fans des FC St. Pauli,

ja, ihr, die ihr da ein Transparent hochgehalten habt, das zentnerweise Salz in die größte Dresdner Wunde streute. Das wichtigste und identitätsstiftende Großereignis unserer Stadt in der jüngeren Geschichte derart zu verhohnepipeln! Weiterlesen …

RB-Leipzig-Fans für Friedensnobelpreis nominiert

Vor acht Tagen saß Deutschland in der Hysteriefalle. Wir hatten nichts. Nichts, was uns so wirklich aufregt. Nichts ließ uns das Ende der Welt, der Demokratie, des Abendlandes herbeiphantasieren. Die Klimakatastrophe zieht sich träge in die Länge. Donald Trump ist irgendwie langsam Alltag. Die Flüchtlingskrise birgt kaum noch  Schnappatmungspotential. Die vor der Frauenkirche erigierten Busse lösen nur regionalen Hysteriereflexe aus. Weiterlesen …

Die beiden besten Weihnachtsgeschenke der Welt

Mit diesen Büchern gibt’s Stimmung unterm Weihnachtsbaum, wie im K-Block! 

Fußballfibel: SG Dynamo Dresden

bildschirmfoto-2016-12-01-um-12-59-39Ohne Zweifel ist Dynamo Dresden einer der wichtigsten ostdeutschen Fußballclubs. Der Fußball hatte in den Siebzigerjahren Weltniveau, das derzeit nur von den Dynamo-Fans gehalten wird. Der K-Block ist ein mythischer Ort, und der Einfallsreichtum der Dresdner Fußballanhänger lässt in JEDER Beziehung keine Fragen offen. Uwe Leuthold und seine Verbündeten präsentieren in ihrer Fußballfibel ein großes Tortenstück Dynamo und hoppen lässig von einst bis jetzt und wieder zurück. Ein Potpourri an Geschichten, Schicksalen und Sternstunden ihrer SG aus dem liebreizenden Sachsen, wo freilich nicht alles makellos lief und läuft. Aber wo tut es das schon?

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Nie mehr 3. Liga

Die heilige Schrift über Dynamos Wiederauferstehung hier bestellen.

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Zwischen Februar 2014 und Juni 2016 hat es bei der SG Dynamo Dresden mächtig gerappelt: Vom abgestiegenen, verarmten Schmuddelkind zum schuldenfreien, resozialisierten Streber des Fußballostens in gerade mal 28 Monaten. Vom Abstieg zum Aufstieg werden in diesem Buch Höhepunkte bejubelt, Schwachstellen beschimpft und auf sportliche Analysen verzichtet. Abstiegskampf, Neuanfang, Abschied zweier Fußballgötter, die größte Fahne der Welt, Entschuldung, Aufstieg, Fußballmafia, Randale. Zu alle emotionalen Momenten der vergangenen zwei Jahre gab der Autor seinen hintersinnigen, ironischen nur allzu gerne polemischen Senf dazu. Zu lesen gibt es die erfolgreichsten Beiträge aus dem SPUCKELCH-Blog dieser Zeit. Als Treueprämie bekommen die begeisterten Stammleser viele bisher unveröffentlichter Texte dazu, u. a. über Dynamos Wundermannschaft, den DFB-Pokal gegen Dortmund, die Erfolgsfans, den Abschied von Cristian Fiel und das Wunder der Entschuldung geht.

Und von jedem verkauften Buch werden 50 Cent an die Stiftung „Zukunft Dynamo“ gespendet.

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Unbekannte Täter bezahlen den Polizeieinsatz in München

Am Sonnabend, den 3. Dezember musste ein aus Hof in München einfahrender Zug umgehend aus dem Verkehr gezogen werden. In dessen Inneren spielten sich in den vorangegangenen Stunden Szenen wildester Gelage ab. Müll, so weit das Auge reicht, ein kaputter Sitz … was bei Zugfahrten halt so passiert.

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Mit den hinterlassen Pfandflaschen, konnte der Polizeieinsatz in München gegenfinanziert werden. Foto: Bundespolizei

Die Polizei ermittelt nun, wer für die Verwüstungen verantwortlich sein könnte. In dem Zug sollen einige Dynamofans zum Heimspiel der Dresdner in  München unterwegs gewesen sein … Diesen ist es aber augenscheinlich auch nicht gelungen, die anderen Fahrgäste von ihrem wilden Treiben abzubringen.

Aber immerhin erstatteten die unbekannten Täter die Kosten für die Instandsetzung des Zuges und den Polizeieinsatz in Form von Pfandflaschen. Eine Einsatzhundertschaft wurde angefordert, um am Montag die aufgefundenen Mehrwegflaschen zurückzubringen. Anwohner sollen in dieser Zeit die Pfandautomaten in Schwabing, Bogenhausen, Feldmoching-Hasenberg, Milbertshofen – Am Hart, Berg am Laim, Maxvorstadt und Moosach meiden. Andernfalls müssten sie sich auf längere Wartezeiten einstellen.

Scharfe Kritik an dieser Polizeiaktion gibt es allerdings vom Verband bayrischer Pfandsammler (VbP): „Traditionell ist ein Gastspiel von Dynamo Dresden für unsere Kollegen der umsatzstärkste Tag des Jahres. Viele kommen deshalb extra aus anderen Städten nach München, weil immer genug Flaschen für alle da waren. Wir haben kein Verständnis dafür, dass die Polizei mit uns derart in Konkurrenz tritt. Auf dem Bahnhof warteten schon die Profis aus unserer Branche. Sie hatten fest mit den Einnahmen aus dem Zug kalkuliert.“