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Wegen Kunstprovokation: Syrien entschuldigt sich bei Dresden

Dresden/Aleppo – Seit Tagen reißen drei Busse auf dem Neumarkt tiefe Wunden in die zart besaitete Dresdner Bombenterroropferseele.

Doch jetzt deutet sich eine Entspannung der Situation an.

Denn die syrische Regierung entschuldigte sich für den Auftritt des angeblichen Künstler Manaf Halbouni, da es sich bei ihm (noch) um einen Bürger ihres Landes handelt. In der am Mittwoch veröffentlichten Erklärung heißt es: Dresdens 13. Februar, und damit die weltweit größte Zerstörung aller Zeiten dürfe nicht durch die Erektion dreier Busse vor der so symbolträchtigen Frauenkirche geschändet werden. Der Künstler habe aus rein selbstsüchtigen Absichten das einzigartige Kriegs- und Bombenleid Dresdens durch einen einfältigen Vergleich mit anderen Kriegsgebieten herabgewürdigt. Dies sei aus Sicht der syrischen Regierung keinesfalls hinnehmbar. Zumal es in Syrien gar keine unschuldigen Opfer des Krieges gibt, sondern nur Terroristen, heißt es in der Erklärung, die aus dem unmittelbaren Umfeld von Assad zu stammen scheint. Gerade in Dresden hätte man an jenem 13. Februar einen besonders hohen Preis für den damaligen Kampf gegen Andersgläubige zahlen müssen. Vor diesem Hintergrund sei es geschichtsvergessen, dass Andersgläubige den Dresdnern nun wieder das Leben schwer machen.

Im Schlusssatz der Entschuldigung wird die internationale Gemeinschaft dazu aufgefordert, den weltweiten Führungsanspruch Dresdens hinsichtlich willkürlicher Bombenangriffe und unschuldiger ziviler Opfer anzuerkennen.

 

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