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Nach Dynamos Lilaschwein-Gate. Neuer DFB-Strafenkatalog aufgetaucht

Der sehr weise und gerechte Deutsche Fußballbund hat vor einigen Tagen Dynamo zu 20.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Selbstverständlich vollkommen zu Recht, denn der Dreck an unserem Stecken begann schon wieder zu verkrusten. In der Summe sind mehrere Missetaten zusammengefasst – quasi eine Art Treue-Rabattsystem. Bis hierhin ist das natürlich nicht weiter erwähnenswert. Dass wurde es erst durch Tim Schlegel, der etwas erfuhr und es uns in der Bild wissen ließ:
Auch das während des Spiels gegen Aue durchs Stadion schwebende lila Schwein hat seinen Teil zum Strafmaß beigetragen. Dieses wäre beleidigend und verunglimpfend gewesen. Überraschenderweise nicht etwa gegenüber den armen Schweinen  – was zumindest aus Tierschutzperspektive nachvollziehbar gewesen wäre, sondern gegenüber den Schachtfans…

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Alle Unverbesserlichen zerreißen sich jetzt natürlich ihr Maul über dieses Strafmaß. Dabei ist es bei genauerer Betrachtung ein weitsichtiges Urteil. Der DFB übernimmt im Stadion Verantwortung und macht die Welt zu einem besseren Ort. Irgendwo muss man ja damit beginnen. Einem Ort, wo Liebe zwischen allen Menschen die genug zahlen herrscht. Einem Ort, an dem sich die Menschen die Hände reichen und gemeinsam ein Fest des Sponsoren feiern. Wie Spuckelch aus erleuchteten Kreisen erfuhr, soll schon ab der kommenden Saison der Strafenkatalog des DFB um verschiedene Tatbestände erweitert werden, um den ungehobelten Fußballproleten das Herabwürdigen ein für allemal auszutreiben. Demnach soll das Jubeln nach einem Tor oder Sieg mit Geldstrafen geahndet werden. Dieser Ausdruck von Schadenfreude gegenüber dem unterlegenen Gegner Mitstreiter könnte dessen Selbstwertgefühl zerstören. Im Wiederholungsfall droht ein Zuschauerausschluss. Darüber hinaus sollen sich die Fans der gegnerischen wettstreitenden Mannschaften vor jedem Spiel per Handschlag begrüßen. Wer dies versäumt soll mit Stadionverbot nicht unter 15 Jahren bestraft werden. Darüber hinaus sind alle Ultragruppen Deutschlands dazu verpflichtet, ihr für die Saison geplantes Liedgut zur vorherigen Prüfung beim DFB einzureichen. Sollte deren Inhalt verunglimpfend oder beleidigend sein, oder sollte sich eine Gruppierung gegenüber einer anderen überhöhen, werden die entsprechenden Lieder nicht freigegeben. Alternativ können sich die Fankurve aus dem offiziellen Liedgut des DFB-Always-Ultra-Clubs bedienen. Von 90 Minuten dürfen künftig nur noch 15 lautstark supportet werden. Längere Beschallung könnte den Gegner Gast verschrecken, seine Gesundheit gefährden und Werbe-Jingles übertönen. Werden dennoch gefährliche Lieder gesungen oder wird zu lange gelärmt, muss der Verein auch hier mit einem Zuschauerausschluss rechnen.
Eine weitere Neuerung im Sinne des dfbschen Wertekanons ist, dass Einsprüche gegen die Entscheidungen des Sportgerichts nur noch in Scheckform eingereicht werden dürfen.was

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  1. Juli 19, 2016 um 10:39 am

    Ich lach mich kaputt!!!!Genial erläutert!Jetzt wissen wir endlich wo es lag geht.

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