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Wie lange soll das noch so weitergehen?

Ich dachte, ich hätte in den vergangenen Jahren alles erlebt. Ich dachte, ich wäre auf alles vorbereitet. Aber jetzt das. Das ist nicht mehr meine SGD. Nach der ersten Saisonniederlage sofort eine Reaktion gezeigt und schon wieder gewonnen. Gewinnen. Gewinnen. Gewinnen. Gefühlte hundert Punkte Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz, Schulden abbauen, zumindest nach Außen den Schein seriöser Arbeit erwecken, brave Fans. Positive Presse, wohin man schaut.
Freunde, das geht doch so nicht! Da kann ich auch zu den Bayern oder nach Leipzig gehen. Befreundete Hansa-Anhänger verspotten mich schon als Erfolgsfan. Langjährige Dynamofans reden über ihre SGD, ohne dass ihnen auch nur ein Schimpfwort über die Lippen kommt. Nicht mal ein leises „Die hamm doch ’ne Meise“ ist zu vernehmen. Ich muss mich nicht mehr dafür rechtfertigen, Dynamofan zu sein. (Immerhin wurde dieser Punkt mehr als adäquat dadurch ersetzt, mich allerorten dafür zu entschuldigen, Dresdner zu sein).
Jetzt geschieht das, was wir bisher nur aus den Geschichten der Alten kannten. Der Gegner verlernt angesichts eines Dynamotrikots das Ballannehmen. Der schlafende Riese scheint aus dem 25-jährigen Koma zu erwachen. Aber das kann doch niemand ernsthaft wollen?! Erinnert euch! Späte Gegentore. Sieglose Serien. Die enttäuschte Hoffnung, dass die zwei nicht verlorene Spiele die lang ersehnte Trendwende waren. Jährliche Existenzbedrohungen. Müssen wir auf all das künftig verzichten?
Mein einziger Trost: Es kann nicht ewig so weitergehen. Die Zeiten werden auch wieder schlechter. Dann ist das Geschrei groß und aus dem Wunder-Neuhaus wird wieder ein hilfloser Trainertrottel an der Linie, aus den Goldfüßen werden wieder die überbezahlten Legionäre, niemand, außer wir Facebookfans, hat auch nur die geringste Ahnung vom Fußball. Die nächste Krise wird kommen… wird das schön… 2018 … nach dem Viertelfinal-Aus … im Europacup gegen Amsterdam.

PS: Und noch einen kleinen Trost gibt es. Auch künftig müssen wir immerhin nicht auf die lieb gewonnenen Spiele gegen Provinzclubs verzichten. Davon gibt es in der 2. und 1. Liga ja inzwischen mehr als genug.

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