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Dynamofan-Entschuldigung

Und schon hat die gerade erst geweißte Dynamoweste den ersten hässlichen Fleck. Beim Bielefelddebüt hinterließ das Dynamo-Randale-Battallion seine Visitenkarte. Gibts nichts zu relativieren oder schönzureden. Auch wenn es das bei allen Vereinen gibt und die Medien unsere Randale wie immer besonders blumig ausschmücken, macht das eine falsche Sache nicht richtig.

Es waren diese marodierenden Drecksäcke, die unseren Ruf versaut haben. Es waren diese Schwachköpfe, die uns zum Lieblingsverein der Randaleberichterstattung gemacht haben. Es sind diese Wichser, die den Namen unseres Vereins immer wieder aufs Neue besudeln. Es sind diese Dumpfbacken, welche die atemberaubenden Choreografien von UD verblassen lassen. Es sind diese Idioten, die die  monatelange Arbeit von Verein und Fans innerhalb eines Abends zerstören. Oder um es in ihrer Sprache zu sagen: FICKT EUCH!

Alle Dynamofans sind nun wieder wochenlang damit beschäftigt, sich bei ihren Kollegen, Chefs, entfernten Verwandten, Urlaubsbekanntschaften, Kurschatten für ihren Lieblingsverein zu rechtfertigen. Zur Entlastung gibt der Spuckelch ein Entschuldigungsschreiben als Handreichung. Dieses sollte nach Möglichkeit auswendig gelernt und immer am Mann getragen werden.

Hiermit entschuldige ich mich für die nie dagewesenen Gewaltexsesse in ……… Gerade als Fan der SG Dynamo Dresden bin ich tief betroffen über das beispiellose Fehlverhalten unsere sogenannten Fans. Es tut mir leid, mein Herz an den einzigen Verein der Welt verloren zu haben, in dessen Umfeld Verbrecher und Gewalttäter ihr Unwesen treiben. Es ist mir bewusst, als Dynamofan eine Schande für den deutschen Fußball zu sein.  Ich entschuldige mich dafür, nichts zur Selbstreinigung der Fanszene beizutragen, weil ich – auch das tut mir leid – niemand kenne, der gereinigt werden müsste. Zu meinem großen Bedauern ist es mir bisher noch nicht gelungen, auch nur einen der immer wieder in Erscheinung tretenden 250 bis 500  gewaltsuchenden Chaoten dingfest zu machen und ihn der deutschen Justiz zu übergeben. Obwohl mir bewusst ist, dass die Polizei bei der Verfolgung von Straftätern überlastet ist.  Glauben Sie mir, es ist kein schönes Gefühl, sich dabei zu ertappen, beim Anblick einer randalierenden Horde aus primitiver Angst wegzuschauen, statt sie mit der Kraft meiner Fäuste zur Besinnung zu prügeln. Lieber versaufe ich seit Jahrzehnten den Soli.

Ich erwarte für meine Schwäche kein Verständnis. Doch möchte ich zumindest den Versuch einer Wiedergutmachung leisten. Als Zeichen meines guten Willens werde ich mich künftig noch mehr darum bemühen, bei Auswärtsfahrten ein geduldiges Opfer von Polizeiarroganz und Pfefferspray zu sein und mich klaglos als Problemfan über einen medialen Kamm scheren und pauschalisieren zu lassen. 

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  1. Rene Kessler
    Dezember 8, 2013 um 8:56 pm

    Klasse Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf.

  2. Stefan Glöckner
    Dezember 8, 2013 um 10:28 pm

    darf ich die Entschuldigung verwenden? Schon geschrieben und treffsicher!!

  3. Michael
    Dezember 9, 2013 um 5:13 am

    Da die Bullen alles auf Video haben: wo sind die Fahndungsbilder?!!!

  4. Dummer ossi
    Dezember 9, 2013 um 7:45 am

    Ihr seid doch nur TRITTBRETTFAHRER und versteckt euch hinter dieser gequirlten Scheiße hier!

  5. Gewaltfreieddy
    Dezember 9, 2013 um 1:25 pm

    Deine Blogsülze nützt den Verletzten einen Scheißdreck. Insgeheim seid Ihr stolz wie Bolle auf Eure Randale. Ich hab nichts gesehen, ich kenne niemanden von den Bösewichten, die bösen Polizisten haben uns provoziert.
    Ihr seid nicht ausgelastet. Mein Vorschlag, einmal ein netter Einsatz im Irak und werdet friedlich wie die Lämmer. Und Dein „Entschuldigungsbeitrag“ nimmt Euch keiner ab. Ach, bevor ich es vergesse. Wer macht den Fußball kaputt? Genau, die Anderen!

    • spuckelch
      Dezember 9, 2013 um 1:52 pm

      Lesen ist nicht nur das Aneinanderreihen von Buchstaben, sondern sollte mit dem Versuch der Interpretation einher gehen. Aber nichts für Ungut und weiter viel Spaß in deiner gemütlichen Gut-Böse-Welt.

  6. Christian
    Dezember 9, 2013 um 2:14 pm

    Dein Beitrag ist sehr lesenswert, schön geschrieben.
    Man fragt sich schon wieso 1000. Polizeibeamte es nicht schaffen 200/250 Chaoten in den Griff zu kriegen.
    Man bestraft den Verein mit einer Pokalsperre, dabei sollte man lieber die Randalierer alle rausfischen und mal ordentich bestrafen, diese Stadionverbote sind lächerlich.
    Aber wieso sollte sich etwas ändern, man dreht sich lieber weiter im Kreis.
    Deutschland ein Paradies für Kriminelle.

    Lasst euch nicht unterkriegen, es werden wieder bessere Zeiten kommen.

    Alles Gute.
    Viele Grüße aus NRW.

  7. Ein ruhiger Dynamo Fan
    Dezember 9, 2013 um 3:26 pm

    Komisch, die Randalierertruppe scheint offenbar nicht allzuweit vom Ruhrgebiet zu Wohnen, ich möchte aber extra darauf hinweisen, dass es nur um eine „Randgruppe“ von Idioten geht! Guggd euch doch mal an, wo es Randale gibt, der DFB will wahrscheinlich Dynamo weg haben, schade und sehr sehr traurig

  8. mabuse
    Dezember 9, 2013 um 6:17 pm

    habe ich das richtig gelesen, dass die uniformierten durch ihre eigenen perversen waffen verletzt wurden? hihihi

  1. Dezember 8, 2013 um 9:32 pm

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