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Gedankenstütze für Dynamofans

Man darf bei einem Spitzenteam verlieren, auch 0:4, gerade als Vorletzter. Selbstsicherheit gewinnt gegen zu restaurierendes Selbstbewusstsein. Normal.

Dennoch ist es an der Zeit, einige Basisbegriffe des Fußballs in Erinnerung zu rufen, die vor allem die jüngeren Dynamofans nur vom Hörensagen kennen. Bevor sie in Dresden ganz in Vergessenheit geraten, sieht es spuckelch als seine Pflicht, sie zu archivieren und jedermann zugänglich zu machen.

Sieg, der: Ereignis, bei dem nach Abpfiff des Fußballspiels die eigene Mannschaft mindestens ein Tor mehr als der Gegner erzielt hat. Erzeugt bei Fans ein Gefühl der Euphorie, Zufriedenheit und des Erfolges. Häufig wird der Sieg als Ziel des Spiels definiert. Für einen Sieg werden drei Punkte gutgeschrieben. Gelingt dies mehrfach, kann dadurch das –> Tabellenmittelfeld erreicht werden.

Auswärtssieg, der:  Königsdisziplin des –> Sieges. Der Gegner wird dabei in seinem eigenen Stadion besiegt. Was bei den mitgereisten Fans, aber auch den Anhängern vor Fernsehern, Radios und Tickern ein besonders starkes Erfolgserlebnis bewirkt. Für diese Sonderform des Sieges gibt es auch nur drei Punkte. Der Auswärtssieg ist nur selten zu beobachten. In der Dresdner Fußballwelt gilt es als ausgestorben.

unverdienter Sieg, der: oft abschätzig für Sieg; wird vom Verlierer vorgebracht, der damit seine eigenen Fehler überspielen möchte. Wird erreicht, indem mit Glück oder Fehlentscheidungen des Schiedsrichters gewonnen wird. Dennoch werden dafür drei Punkte gutgeschrieben. Führt häufig zu Rechtfertigungsreflexen bei den Fans: „Nach dem Wie fragt in zwei Wochen niemand mehr.“, „Wir hatten in den vergangenen Spielen so viel Pech.“

Tabellenmittelfeld, das: So wie die Ahnen der Fans von –> A** nichts von einem möglichen Leben außerhalb des Schachtes wussten, ist es den Fans von Dynamo Dresden nicht bekannt, dass es eine fußballerische Existenz jenseits der Abstiegsplätze gibt. Durch mehrfache Wiederholung des –> Sieges können Mannschaften einen besseren Platz als den 16. belegen. Dadurch ist es möglich, ein Fandasein jenseits der höheren Mathematik zu führen. Nach Niederlagen müssen keine hochkomplizierten Berechnungen ausgeführt werden, welche Konstellationen eintreten  sollten, um den Abstieg zu vermeiden. In Erzählungen von älteren – oft als verwirrt geltenden – Dynamo-Fans kommen diese Tabellenregionen vor. Darin es ist sogar die Rede von der –> Spitzengruppe.

Abwehr, die: Mannschaftsteil, dessen primäre Aufgabe es ist, rund um den eigenen Strafraum für Ordnung zu sorgen. Die Spieler des Gegners sollen gestört am Torabschluss gehindert werden. Dafür stehen der Abwehr verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung: Anwesenheit, Bewegung, Mitdenken, Zweikämpfe, Stellungsspiel. Dies geschieht im Idealfall über die volle Länge des Spiels. Eine Abwehr kann dazu in der Lage sein, –> zu Null zu spielen.

Zu Null, das: Nicht zu verwechseln mit torlos. Beim zu Null gelingt es der Mannschaft, vor allem der –> Abwehr, während eines kompletten Fußballspiels kein Gegentor zu bekommen. Dies kann in Ausnahmefällen an der Unfähigkeit des Gegners liegen. In der Regel ist es aber der konzentrierten  defensiven Leistung der –> Abwehr zu verdanken. Das zu Null  gilt als halbe Miete für einen –> Sieg

Spitzengruppe, die: Mythisches Gebiet jenseits des –> Tabellenmittelfeldes. Der Legende nach, ein Bereich der Tabelle, den man mit einer Vielzahl von Siegen erreicht.

Treue, die:  Mit dem nun neu angeeigneten Wissen, muss man auch beim dauerhaften Ausbleiben von –> Sieg, –> zu Null, –> Auswärtssieg, –> Tabellenmittelfeld zu seiner Mannschaft  stehen. Dies tut der Dynamofan vor allem in schlechten Zeiten. In guten kann es jeder.

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  1. Indianer0402
    Oktober 1, 2013 um 3:10 pm

    Gedankenstütze für Dynamospieler … man kann auch mal einen Ball annehmen, ohne das er 2 m wegspringt und man kann den Ball , auf 5 m , auch mal zum eigenen Mitspieler spielen

  2. Pit
    Oktober 1, 2013 um 5:37 pm

    wie gesagt…man kann in fürth verlieren aber nicht soooooo!!!!!!! kein anderes Team der 2. Liga spielt so einen ängstlichen mist zusammen.das doofe ist das diese spieler Dynamo in den ruin treiben, und dann klangheimlich nächste Saison bei einem anderem zweitliegaverein spielen…..Frechheit das ich mir das als treuer dynamofan jeden samstag anschauen muss.

  3. seit_30_Jahren_Fan
    Oktober 1, 2013 um 10:39 pm

    Hm der Name ist hier Programm, was? Wen bringen diese Weisheiten weiter? Noch dazu in einem Schreibstil, der doch arg zu wünschen übrig läßt.
    Wer etwas anderes von diesem Spiel erwartet hat ist ein Träumer. Eine knappe Niederlage hätten wir noch als Fortschritt gewertet und die Moral der Truppe gelobt.
    Aber mal ehrlich. Wir sollten uns an anderen Gegnern aufbauen.
    Nach München fährt auch kein Kellerkind um dort mal eben die Trendwende zu schaffen. Und damit meine ich nicht zu den 60ern. Selbst da klappt das ehere selten.
    Und was es bedeutet Fan zu sein muss doch wohl jeder selbst lernen. Das bekommt man mit diesen, oberlehrerhaften, Zeilen erst Recht nicht hin.

  4. Axel
    Oktober 7, 2013 um 6:33 am

    uups, was hast Du Vorschreiber denn „seit 30 Jahren“ eigentlich gelernt? Die Deutung von Ironie und schwarzem Humor kann es ganz sicher nicht gewesen sein. Du mußt den rotzenden Paarhufer ja nicht lesen. Es verbietet Dir niemand, die Seite zu meiden und auch nicht keinen Kommentar zu schreiben. Und so würdest Du vermeiden, deine Humorlosigkeit derart zur Schau zu stellen…

    Ich mußte wiedermal genüsslich schmunzeln und bin gespannt, was der spuckende Elch so zum ersten Dreier und den gleich zu Null, hier in die Tasten hackt.
    Wobei trotz des teilerlösenden Ersterfolges in dieser Saison ich dem Indianer Recht geben muß, Ballannahme und Passgenauigkeit sind nach wie vor ein Graus, genauso wie die Unkenntnis der Laufwege und das immernoch nicht ausreichend praktizierte „Miteinanderreden“. Sonst hätte sich Mravac nicht beim Chopin ne Beule geholt.

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