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Sensation! Forscher klonen Fußballfans

RB-Leipzig-Besucher (li.) und Chorknaben (li.) unmittelbar vor der Vereinigung

Nachdem es Zellbiologen gelungen ist, menschliches Leben zu klonen, bahnt sich die nächste wissenschaftliche Sensation des Jahrzehnts an – die Reproduktion des idealen Fußballfans. Deutsche Forscher ließen aus Hautzellen von Sky-Abonnenten,  Chorknaben und RB-Leipzig-Besuchern lebensfähige Fußballzuschauer der Zukunft entstehen. In Kulturschalen voller Entertainment- und Merchandising-Nährflüssigkeit entwickelte sich die Arenen-Füllmasse prächtig.

Der pflegeleichte, klatschpappende, mitschunkelnden und geldausgebenden Fan ist keine Zukunftsmusik mehr

Endlich scheinen sich die millionenschweren Investitionen der DFL-Vereine in die Grundlagenforschung auszuzahlen. Nun gehe es darum, möglichst schnell mit der Serienreproduktion zu beginnen. Dafür wurde dem Forscherteam bereits ein lukatives Angebot unterbreitet, in Zukunft ausschließlich für den deutschen Fußball zu arbeiten. „Bei uns finden sie die Arbeitsbedingungen vor, von denen Wissenschaftler träumen. Es wird ausschließlich aufs Geld und die Kopiererfolge geschaut, ohne sich um lästige moralische Fragen, wie Verantwortung und Nachhaltigkeit, kümmern zu müssen“, erklärte Verbands-Sprecher Hubert Schniddchen.

Eine Gefahr, dass die Pläne durch das Embryonenschutzgesetz verhindert werden könnten, sehen die Macher nicht. Es sei äußerst zweifelhaft, dass Fußballfans überhaupt zur Gattung der Menschen zählen und ihnen die gleichen Rechte und Schutzpflichten zustünden, wie einem Normalen. Bereits in der aktuellen Fan-Politik von DFB und DFL werde nicht davon ausgegangen.

Der Großteil der Vereine reagierte zunächst zurückhaltend auf die Nachricht. Offenbar hätten die Forscher gute Arbeit geleistet. Doch das Endprodukt müsse sich nun auch im Einsatz bewähren – zu jeder vorgeschriebenen Anstoßzeit für fernsehübetragungstaugliche Stimmung zu sorgen und kritiklos jeden Preis zu zahlen. Darüber hinaus müsse in der Praxis nachgewiesen werden, ob das widerspruchslose Hinnehmen ausreichend ausgeprägt ist.

Die Innenministerkonferenz appellierte an die Vereine, den serienreifen Zujubler möglichst schnell in den Spielbetrieb zu integrieren: „Denkbar wäre, durch Stadionverbote frei gewordene Plätze direkt durch Klone zu ersetzen. Selbstverständlich müssten die Vereine die Stadionverbotspraxis deutlich konsequenter umsetzen.“ Auch eine DNA-gebundene Eintrittskartenregelung ist im Gespräch.

Die Gewerkschaft der Polizei warnte vor den unabsehbaren Folgen für die Kollegen im Einsatz. „Wenn sich Fans nicht mehr provozieren lassen oder noch schlimmer sich überhaupt nicht mehr für die Polizei interessierten, fürchten wir unabsehbare  psychische Belastungen für einen Teil unserer Einsatzkräfte.“ Sinnkrisen seien wahrscheinlich. Außerdem kann das Abbauen  der Aggressionsstaus auf beispielsweise Straßenfesten nicht mehr ausgeschlossen werden.

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