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Breaking News: Nazis in Dresden gefunden!

Mal wieder hat sich der magischerfc -blog ausführlich dem Nazisumpf in Fußballdresden gewidmet. Zur Auswärtsfahrt bei Dynamo war jedem aufrechten Kiez-Anitifaschisten klar, was auf ihn zukommt.  Trotzdem haben sich viele getraut. Je näher das Ziel kam, umso mehr machte sich Anspannung unter ihnen breit. Die Geschwister Scholl können sich nicht gefährdeter gefühlt haben, als sie Flugblätter druckten und verteilten. Dem mulmigen Gefühl trotzend machten sich die aufrechten Pauli Anhänger auf den beschwerlichen Weg ins braune Stadion. Und sie fanden natürlich, was sie suchten: Nazis und Sexisten im Überfluss und selbstverständlich die typisch sächsische wegschauende Polizei.

Als  Pauli Fan hat man es sich sehr gemütlich damit eingerichtet, aus dem Hort der politischen Korrektheit und intellektuellen Überlegenheit mit dem Finger auf die Hässlichen und Dummen des Fußballs zu zeigen. Macht man das in Dresden, kann man sich sicher auch ein paar Widerstandsbonuspunkte ins Antifaschistenheftchen gutschreiben lassen.

Jene, denen es nicht reicht, sich über eklige Zustände aufzuregen, sondern die aktiv an deren Beseitigung  zu arbeiten, werden von diesen Hütern des Humanismus  immerhin mit einem Satz erwähnt:

„Zwar gibt es viele zarte Pflanzen der positiven Fanarbeit wie z.B. die Leute von 1953 International, die in einem schwierigen Umfeld auch erste leichte Erfolge feiern, aber das schwierige Umfeld besteht eben immer noch.“

Das schwierige Umfeld besteht also immernoch! Nanu? Warum dass denn? Kann das bitte mal einer weg machen! Liebe Paulianer, wenn man sich mit einem ernsthaften Problem nur aus der Distanz auseinandersetzt und sich der Kampf gegen Rechts auf Sitzblockaden und Antifaaufkleber beschränkt, ist es klar, dass einem das Verständnis dafür fehlt, warum es nicht schneller Vorwärts geht.

Denn in dem schwierigen Umfeld auch noch so lächerlich scheinende Zeichen zu setzen, ist um einiges mehr Wert, als einmal im Jahr zum Nazi-Gucken nach Dresden zu kommen. Kinder und Jugendliche durch intensive Arbeit davon abzuhalten den rechten Arm heben, macht deutlich mehr Sinn, als bedeutungsschwanger einen Hitlergrüßer im Dresdenblock zu fotografieren. Und erste leichte Erfolge bewirken im Kampf gegen die braune Dumpfbacken auch mehr, als mit einem Plakat im Block auf ein 20 Jahre altes Verbrechen hinzuweisen.  Denn diese Menschen in Dresden arbeiten wirklich daran, künftige Generationen von den Faschos fern zu halten. Solange diese Endlösung nicht gelungen ist, seid ihr natürlich weiter eingeladen, euer Leben aufs Spiel zu setzen, um der Welt mitzuteilen, dass es in Dresden noch Nazis gibt, das ostdeutsche Monster also nichts von seiner Gefährlichkeit verloren hat.

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  1. April 9, 2013 um 6:18 pm

    Moin, du hast das leider vollkommen falsch verstanden und leider auch nicht ganz viele Berichte gelesen, welche die SGD immer wieder als positives Beispiel einer gelungenen Arbeit (in Abgrenzung zu z.B. Aachen) loben. Das sollte nämlich ein Lob sein. Ich verweise z.B. mal auf diesen Bericht: http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=6791 in dem sich folgender Satz findet:

    „Vorbild wie man es in einem schwierigen Umfeld machen kann, kann man sich nebenbei in Dresden holen.“

    Ich persönlich war nun schon häufig genug auch als Pressevertreter in Dresden und die Veränderungen sind auffällig. Und sie gehen in die richtige Richtung. Das noch nicht alles schön ist, das wird ja wohl niemand mit offenen Augen leugnen. Und wir haben IMMER was zu nörgeln, egal ob beim eigenen oder beim fremden Verein

    Und eines ist doch klar: So eine Arbeit ist Generationsarbeit. Das man so ein Problem nicht innerhalb von 5, 10, 15 Jahren 100 % in den Griff bekommt, das ist doch auch uns FCSPlern klar. Selbst in unserem Verein, der vorher keine Fanszene hatte, ist bis heute eine 100 % Problemlosigkeit gegeben.

    Ich verweise da auch auf einen Twitterdialog, den wir mit @1953international hatten.

    Daher: Nimm mal den Schaum von Mund. Niemand schrieb was von ostdeutschem Monster.

    Viele Grüße

    Headnut

    PS: auf Twitter führt die SGD nebenbei an der Anzahl der Fremdvereinsfollower ;-).

    • spuckelch
      April 9, 2013 um 6:34 pm

      Danke fürs Schaum abwischen!

      • April 9, 2013 um 6:42 pm

        Bitte immer gerne. 🙂 Und mit ein bisschen Glück und so kommen wir nächstes Jahr ja wieder in das Vergnügen uns zu besuchen.

  2. April 9, 2013 um 6:20 pm

    da fehlt ein „nicht“ es soll heißen „nicht gegeben“

  3. sebastian
    April 9, 2013 um 6:44 pm

    Alles beim alten in Dresden. Problem sind die anderen – in diesem Fall die Pauli-Fans. Sorry, aber das ist doch Blödsinn. Nazis sind bei jedem Heimspiel da, UD solidarisiert sich aktuell auf ihrer Webseite mit ’nem Rassisten und gefühlte 99% der Dynamo-Fans schauen weg. Nix sehen, nix sagen, nix hören. Wenns dann Kritik von außerhalb gibt, wird ni der Nazi/Rassismus oder anderer diskriminierender Kackscheiß thematisiert sondern der Kritiker? Ganz arm.

    • spuckelch
      April 9, 2013 um 6:55 pm

      Vielleicht nochmal lesen. Es geht nicht um Kritik an Kritik, sondern an der inhaltlichen Substanz, die diese hat, um dem zweifellos vorhandenen Mist zu begegnen.

  4. Axel
    April 10, 2013 um 8:39 am

    „Ich weiß nicht ob du dir davon ein Bild machst, aber der Block war mal wieder voll mit Nazihools, die natürlich alle mit den Ordnern persönlich bekannt waren (Handschlag). Und was da an Hitlergrüßen kam, alter Schwede.“

    sowas steht im Pauliforum

    „Bei uns am Millerntor darf man keine 30 Sekunden im Aufgang stehen, in Dresden kannst du auf dem Aufgang noch locker abhitlern und wirst von den Ordnern noch freundlich beschnackt. “

    und so stellvertretend im Kopfnussblog.

    Ich weiß nicht, was ich hieran falsch verstehen kann? Auch nach viermaligem Lesen und wirklich ernsthaften Versuchen, den Sinn und wahrheitsgehalt darin zu erkennen bin ich immernoch nicht schlauer.
    Wenigstens bringts der sabbernde Paarhufer bissel auf den Punkt: Ich gehe noch weiter – das Gedenkplakat hat in etwa die Qualität wie Rote Karten. Meilenweit an den Realitäten vorbei, aber Hauptsache irgendwas getan – zur Selbstbeweihräucherung.
    Den „Bomber Harris“ habe ich Euch bis heute noch nicht verziehen, der war fies und stinkig hat mir aber damals offengelegt, welch kleingeistige Kinder ihr seid. Klischeebeladen und am Intellekt nur mal kurz geschnuppert, ohne daß was haften geblieben ist.

    Wäre ich Stadion-DJ, hätte ich Euch mit der „Stunde des Siegers“ elbabwärts gejagt, aber leider ist in Dresden das klischeebeladene Gutmenschentum schon so etabliert, daß man schon lange aufs TS Verbot aufgesprungen ist und die Onkelz nach einer MDR Medienschelte nicht mehr intoniert werden, im vorauseilenden Gehorsam wurde Freiwild gleich mit wegzensiert.

    Und nun bitte Beweisfotos wie wir z.B. beim Singsang „Wir wollen Euch kämpfen sehn“ mit der rechten Hand abhiltlern, vielleicht bin ich als ehemals langhaariger Bombenleger da auch mit drauf, weil ich mich vom schwarz-gelb-braunen Mobb ahe mitreißen lassen.

    Ich würde ja Eurerseits vorschlagen, daß alles östlich der Elbe zur Zwangsamputation des rechten Armes verdonnert wird – denn das wäre die ultimative Endlösung des Nazisproblems von Dresden… genau wie ihr vorsorglich das Braun annektiert habt, daß es ja kein anderer, schon gar kein Ostverein mißbrauchen könnte.

    Glück auf ihr Bordsteinschwalben oder wie man bei Euch sagt.

  5. andreas
    April 10, 2013 um 12:52 pm

    Hallo St. Pauli ! Von welcher,eurer Fanszene redet Ihr eigentlich? Die paar durchgeknallten Linken und die Damen von der Herbertstrasse könnt Ihr doch wohl nicht meinen??? Und offensichtlich habt Ihr auch schon vergessen,dass es z.B. der Verein von Herrn Ulli Hoeness aus dem christlich-sozialen Bayern war,der mit Spenden und Freundschaftsspielen ohne Antrittsgage,wo Ihr dann auch noch gewinnen durftet,dafür gesorgt hat,dass Euer Verein in seiner braunen Kluft noch existiert und Ihr Euch mit Euren lächerlichen Schmierereien weiterhin zum Deppen machen könnt. Mal ne Frage? Wieviele Menschen wurden eigentlich in den letzten Jahren in St. Pauli umgebracht??? Mit freundlichen Grüssen,ein 57-jähriger Dynamo-Fan,der sich dieser Woche auf den 60 sten der SGD freut. Übrigens,den 50 sten haben wir in Leverkusen gefeiert und 1:0 gewonnen!!!

  6. Exil-Dynamo
    April 10, 2013 um 5:38 pm

    Ich habe keine Vorstellung wie ich den Pauli-Blog auch nur ansatzweise (wie ja als Kommentar nahegelegt) positiv einstufen soll…

    Ich sehe da eigentlich nur eine konzentrierte Form sämtlicher Vorurteile, bestätigt durch einige Idioten – ohne Frage: Jeder einzelne von denen ist einer zu viel! Ich lese hier einen Ortsfremden heraus, der Dresden als Stadt nie erlebt hat und eigentlich nur das wirklich weiß, was es bundesweit in die Presse geschafft hat (z.B. der arme Jenaer Protest-Jugendpfarrer – dummerweise ist man halt auch in der Form des Protestes an die Verfassung gebunden!). Man lässt im Freistaat Sachsen die Rechten in der Rechtsprechung aus? Das wäre mir neu aber sollte man stattdessen auf dem linken Auge blind sein? Es gab eine sehr angenehme, unaufgeregte Stellungnahme des ehemaligen Professors für Strafrecht, Strafprozessrecht und Strafrechtsgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum Fall des Jenaer Jugendpfarrers – dem ist nichts hinzuzufügen. (http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio104146.html)
    Ich kann nicht unter Verletzung demokratischer und rechtsstaatlicher Prinzipien für Demokratie und Rechtsstaat eintreten, selbst bzw. gerade dann nicht, wenn die anderen es tun.

    Im ganzen Beitrag sehe ich stattdessen nirgendwo auch nur ansatzweise, wie massiv daran gearbeitet wird, dass es weniger Idioten werden und was an Fortschritten erzielt wurde (z.B. gehörte zwar der BVB, nicht aber Dynamo zur aktuellen Auflistung deutscher Profivereine mit von rechten Gruppen unterwanderten Blöcken; auch habe ich von keinem Verein auch nur irgendetwas vergleichbares zu „Rassismus ist kein Fangesang“ gesehen). Auch in den Kommentaren lese ich nur: „Es war wie immer und wie früher…“. Die einzige überhaupt erwähnte Initiative wird als einsamer Rufer im Wald bezeichnet, womit der Wald an sich nur noch gruseliger aussieht.
    Viel dümmer und verletzender kann man das kaum formulieren und man kann das auch schlichtweg nicht anders verstehen.
    Bei einer differenzierteren Betrachtung mit dem Fazit „Der Weg ist noch weit und wir wünschen euch viel Erfolg beim Gehen ebendieses“ hätte es nichtmal ansatzweise die obenstehenden Reaktionen gegeben – auf diese Form der Berichterstattung (und nichts anderes ist ein Blog) reagiert man mittlerweile sehr allergisch – oft genug ist man gerade als Exil-Dresdner mit dieser Ansammlung von Vorverurteilungen konfrontiert.
    Abschließend noch zu etwas was mir gut gefallen hat:
    Inwiefern „Bomben auf Dynamo“ besser als der abgebildete Schwachmat und seine Kollegen sein soll, ist mir nicht klar – aber das wurde ja durch einen Pauli-Fan via Twitter bereits sehr bildhaft und meiner Meinung nach auch sehr treffend bewertet (https://twitter.com/blogLK/status/320851517257162752): Giraffentigger: „Du fragst mich nicht im Ernst, ob der eine Haufen Scheiße mehr stinkt?“ – schöner kann man es kaum sagen.

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