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Überholen ohne Einzuholen

Fußball hat sich in den vergangenen Jahren in atemberaubenden Tempo verändert. Liberos, Staubsauger, Vorstopper sind ausgestorben. Grätschen ist verpönt, Blutgrätschen  ein Kapitalverbrechen.

Stattdessen führen hochgezüchtete Präzisionsfußballer schnelles Umschaltspiel, Pressing, Gegenpressing, aktive Verteidigung, Doppelsechsen, Kurzpässe, Dreiecksspiele auf. Ketten und Blöcke werden irgendwo im Raum umhergeschoben.

Der erst umtretende, dann nach dem Ball fragende knochenharte Verteidiger ist ebenso out, wie der Stürmer, der 89 Minuten phlegmatisch rumstehen, um in dieser einen Sekunde eiskalt zuzuschlagen. Und bald wird auf den Strafraumstürmer ganz verzichtet. Tikitakaland machts schon und auch Jogi tüftelt an einer stürmerlosen Zukunft.

Weitaus größeres bahnt sich in Dresden an.

Von der Fachwelt weitgehend unbemerkt und wie alle großen Veränderungen von den eigenen Fans verspottet, arbeitet Dynamo Dresden am nächsten taktischen Meilenstein. Trotz mehrfacher Rückschläge wird für den Verein ungewohnt ruhig, ausdauernd und besonnen an einem langfristigen Konzept festgehalten. Nach dessen erfolgreicher Umsetzung, wird der Club auf Jahre der Konkurrenz enteilen:

Fußballspiele zu gewinnen, ohne überhaupt erst ein eigenes Tor zu schießen.

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