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Mit Jung-Bullen zum Stierkampf

Micky Beisenherz widmete sich in der ZDFNeo Serie „German Angst“ dem Thema „Angst vor Gewalt“. Das passt prima in die Zeit und die Art der Umsetzung prima in den Zeitgeist. Hipp und verwackelt werden eine halbe Stunde Plattitüden und Sprüche mit boulevardesken Täter- oder Opfer-Interviews vermengt. Eingestreut ist ein kurzer Selbstverteidigungskurs, in dem sich Beisenherz von einem – NATÜRLICH –   ehemaligen SEK-Ausbilder flachlegen lässt und in dessen Eisengriff jammert.

Gewohnt großer Raum wird der Gewalt im Fußball eingeräumt, was nicht jeder Randale-Aufbauscher so sah.

Polizisten, die immer und vor allem beim Fußball ihre unschuldigen Familienväter-Köpfe hinhalten müssen, werden bei einem Risikospiel begleitet. In Minute 9:15 hüpfen grölende Auswärtsfans aus einer Regionalbahn. Dann wird es richtig haarig für den dort nicht gern gesehenen Journalisten.

Denn es handelt sich … um … 30! Fans! von RB Leipzig! Sie sind auf dem Weg zum Spiel in Magdeburg. Wahrscheinlich werden sie von der Polizei  vor den Magdeburgern beschützt. Denn RB-Leipzigs-Konsumenten galten bisher eher als Volksturm  der Fußballgewalt. Bisher! Dann kam Beisenherz: Seiner Kamera gelingt es, die „German Angst“ perfekt in Szene zu setzen. Die  Leipziger  bringen einen Straßenbahnwagen zum Wackeln!! Während dem Zuschauer das Blut gefriert, holte der Innenminister wohl die Stehplatzverbot-Pläne aus der Schublade.

Doch der Szenekundige Beamte hatte die Kräfte vor Ort gewarnt! Im RB-Mob ist mit mindestens 5 Kategorie B Fans zu rechnen. Jetzt gehört die Hochglanz-Truppe auch zur dunklen Seite der Fußballwelt!

Können sich Familien noch ins Zentralstadion trauen? Wann wird hart durchgegriffen? Gelingt es der Bullen-Kurve sich selbst reinigen? Handeln die Verantwortlichen erst, wenn es Verletzte gibt? Fragen über Fragen, die natürlich auch unbeantwortet blieben.

PS: Am Ende wird die eingangs gestellte Frage, ob die gefühlte Gefahr von Gewalt sich mit dem realen Ausmaß deckt mit und durch Poesiealbum-Lyrik beantwortet: „Angst ist immer das, was du selbst draus machst.“

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