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Geisterhafte Solidarität

Solidarität ist das Zauberwort der Woche. Dynamo Fans aller Schichten vereinen sich, um dem DFB ihren fahlen Geister-Stinkefinger in die Zentrale zu stecken, dem Verein vor einem gigantischen Einnahmeverlust zu retten und der Welt ganz allgemein mal wieder in Erinnerung zu rufen, das im kuschligen Elbtal in schweren Zeiten so richtig zusammengehalten wird. Also wenns um Dynamo geht. Rund um den Globus schwappt eine Welle der Hilfsbereitschaft. Karten werden nach Australien, Thailand, China, Frankreich ja sogar in die sonst so neutrale Schweiz verschickt. Borussia Dortmund will sich wohl mit einem VIP-Kartenkauf im oberen dreistelligen Bereich für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen. Sogar der Papst soll  666 Karten geordert haben, um dem Stadion den Geist auszutreiben. Erste Gerüchte scheinen sich zu bestätigen, dass die Gäste aus Ingolstadt 500 Karten bestellten. Audi hats ja. Das lässt der Mutterkonzern VW natürlich nicht auf sich sitzen. Schließlich montieren die seit Jahren in unangenehmer Hörweite ihre Luxusschlitten. Ohne den imageschädigenen Pöbel im Stadion, sind sie nun durchaus bereit, sich für Dynamo zu engagieren. Also verdoppelt Wolfsburg und kauft 1000 Geistertickets. Verbunden mit der Option, Konzern-Dauerkarten für weitere Geisterspiele zu erwerben.

Andere Großkonzerne ziehen nach. Adidas, Radeberger, AMD und Infineon kündigen Millioneninvestitionen in Geistertickets an. Der Verein horcht auf. Sportfive ist sofort bereit, Steh- und Sitzplätze die Fans durch Logo-bedruckte Pappkameraden zu ersetzen. Die Vereinsführung kommt – nach Ultra-Protesten – seinen treuen Anhängern entgegen: Die Grundierung der Aufsteller wird n a t ü r l i c h Schwarz-Gelb sein!

Kurzzeitig drohen die TV-Einnahmen einzubrechen, da die Stimmung im Stadion nicht die Erwartungen der Zuschauer an den Geräten zu Hause erfüllt. Sogar die Verhandlungen über die zentralen TV-Übertragungsrechte für die Bundesligen geraten ins Stocken. DFL und DFB droht daraufhin mit empfindlichen Strafen – bis hin zum Liga-Ausschluss. DIESE FUSSBALLMAFIA!!! Sofort helfen die  kreativen Anhänger Dynamo aus der Patsche. Für die Atmosphäre in der Arena sorgt dann eine Direktschalte vom Public Viewing und Supporting außerhalb des Stadions. Dort stehen die Fans endlich ohne Sektorentrennung Seit an Seit und sind für ihren Verein da.

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  1. März 10, 2012 um 9:18 am

    Und nicht zu vergessen, dass es in Dresden endlich möglich sein wird, ein Spiel ohne Pufferblöcke auszutragen.

    • spuckelch
      März 10, 2012 um 9:19 am

      Eben eine echte Win Win Situation für alle Seiten.

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