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Berlin, Berlin – Dynamo fährt doch nach Berlin

Hurra hurra, wir sind im DFB Pokal dabei! Der Dank gilt dem glorreichen Kampf unserer Grövaz – der größten Vereinsführung aller Zeiten.

Hätten Fans und Verein mal lieber den Rücken gerade gemacht und wären aufrecht durch das Jahr ohne DFB Pokal gegangen! Denn das jetzige Urteil ist ein Desaster. Oder nicht? „Auch wenn wir erneut ein sehr hartes Urteil hinnehmen müssen, werten wir die Abmilderung und das damit verbundene Zeichen als Erfolg“, jubelt Andreas Ritter. Immerhin erwähnt er, dass es ein sehr hartes Urteil ist. Blitzt da etwa ein Rest von Erkenntnisfähigkeit auf? Damit hört es aber auch schon auf. Wo es sich bei diesem Urteil um eine Abmilderung handelt, wäre durchaus eine Erklärung wert. Welches damit verbundene Zeichen kann als Erfolg bewertet werden?

Dass Pokalsünden in der Bundesliga bestraft werden?

Dass der DFB als Staat im Staat einer Rechtssprechung frönen darf, deren rechtsstaatliche Kompatibilität zumindest angezweifelt werden darf?

Das mit dem Urteil verbundene Stigma, der DFB würde bei randalierenden Ostvereinen nicht hart genug durchgreifen und mit diesem Urteil Milde walten lassen?

Ein unfassbarer Vorgang, dass die eindeutige Verschärfung eines Urteils – was einzig die Dresdner Morgenpost heute richtig titelt – verbal als Nachsicht verkauft wird. 

Oder ist der Erfolg gemeint, dass die Fans und Mitglieder des Vereins für dumm verkauft werden? Nicht etwa nur vom DFB, sondern viel schlimmer: von der eigenen Vereinsführung. Mit diesem Handel wurde sich das spekulative Zusatzgeschäft des Pokals mit einem Haufen Geld aus dem laufenden Geschäftsjahr erkauft. Es wurde nichtmal aus Pietätsgründen ein paar Tage gewartet, um das Urteil anzunehmen. Was hätte dagegen gesprochen, wenigstens für die Öffentlichkeit zu sagen „Wir prüfen das Urteil“ und es dann mit einer halbwegs schlüssigen Erklärung nach einer Woche anzunehmen? Die Kohlen sollen die dummen treuen Fans aus dem Feuer holen.  Wir dürfen jetzt Spiel drei und vier in dieser Saison nicht sehen aber uns was einfallen lassen, um „die finanziellen Belastungen der Strafe mit originellen Ideen noch etwas zu mindern.“ Macht man als Dynamofan ja gern, man ist für den guten Verein da, der kommendes Jahr den DFB Pokal gewinnen wird. und damit die zweite Saisonsperre im Europapokal abbrummen kann. Aber sicher gibt es dafür auch eine Lösung. Europapokalsperre wird aufgehoben. Im Gegenzug erkämpft die Vereinsführung sechs Punkte Abzug in der Bundesliga. Oder so.

PS:  Ich weiß, Schuld an der ganzen Misere sind die Chaoten.

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  1. fanny
    Februar 25, 2012 um 1:25 am

    3. Runde reicht doch schon. Dann sind mer finanziell wieder im Schwarzen. Waren wir aber glaub ich noch nie. Aber mit diesen Fans…..

  2. Februar 25, 2012 um 1:47 am

    Naja, ich möchte ja nicht klugscheißen, glaube aber, dass die Europapokalsperre inzwischen wohl verjährt ist. Ändert trotzdem nichts daran, dass auch ich dieses Urteil kein bisschen fairer und weiterhin extrem dämlich finde!

  3. spuckelch
    Februar 25, 2012 um 11:30 am

    ballsalat :

    Naja, ich möchte ja nicht klugscheißen, glaube aber, dass die Europapokalsperre inzwischen wohl verjährt ist. Ändert trotzdem nichts daran, dass auch ich dieses Urteil kein bisschen fairer und weiterhin extrem dämlich finde!

    Da hast du absolut Recht! Ist schon sei 1999 verjährt. Danke Dir!

  4. srmurphy
    Februar 26, 2012 um 9:32 am

    Ich muss sagen, dass ich das Urteil und vor allem die Kommentare bis jetzt nicht nachvollziehen kann.

    Das Urteil:
    – Wieso werden Vergehen im Pokal mit Strafen in der Liga verrechnet?
    – Wann ist eine Strafe eigentlich zu hoch? Ich denke, wenn man so ziemlich den gesamten Strafenkatalog (Sperre zu Hause und auswärts + Geldstrafe + Kompensationszahlung an die Eintracht) kommt dem schon ziemlich nahe. Aus wirtschaftlicher Sicht wird hier dem Verein mehr Schaden zugefügt, als in einer normalen DFB Pokalsaison möglich gewesen wäre.
    – Bei dem ausgesprochenen Urteil, bleibt für mich nach wie vor die Frage nach der Gleichbehandlung. Wo bleiben denn die Urteile bspw. gegen den VfB Stuttgart (Pokal-Heimspiel) oder die Eintracht (Auswärtsspiel in Düsseldorf). Ich sage nicht, dass die Vergehen in Dortmund 1:1 zu vergleichen sind, aber der bittere Beigeschmack bleibt. Ein Kommentar seitens des DFB hierzu wäre mehr als angebracht.

    Ich denke, wir hätten das ursprüngliche Urteil akzeptieren sollen, um dem DFB nicht nochmal eine Steilvorlage zu liefern, denn noch einmal eine Pokalsaison wie diese (2 Erstligisten, Heimspiel, Live-Spiel) war wohl schwerlich zu erwarten und damit auch die damit verbundenen Einnahmen.

    Die Kommentare:
    – Rechnet man die Einnahmeausfälle und Kosten für den Verein zusammen, kommt man problemlos auf einen Betrag von 500’000,- (300’000,- Heimspiel, 100’000,- Strafe, Unterstützung und Kompensationszahlung für Eintracht). Darin sind die Gelder, die nach Dortmund geflossen sind, noch nicht einmal enthalten.

    Wo ist das denn bitte besser als das vorherige Urteil?

    Bleibt die Einsicht, dass der DFB nicht an fairen Verfahren interessiert ist und sich mehr und mehr lächerlich macht.

    • spuckelch
      Februar 27, 2012 um 12:05 pm

      Genau das hatte ich versucht auszudrücken.

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